BVMW Geschäftsstelle

Herzlich willkommen in der Technologie+MittelstandsRegion am Oberrhein

„hightech trifft Lebensart“ das offizielle Motto der TechnologieRegion trifft insofern zu, dass hier einerseits eine bundesweit einmalige Dichte an Forschungskapazität - mit dem KIT die größte Forschungsinstitution Deutschlands und andererseits Gastronomie- und Weinbaubetriebe der Spitzenklasse, Kulturstätten wie das Festspielhaus in engster Nachbarschaft anzutreffen sind.

Ebenso charakteristisch für die Region die räumliche Nähe eines Dutzends großer Weltmarktführer mit über Hundert sogenannter „hidden champions“ in der Mehrzahl ebenfalls Weltmarktführer in Nischenmärkten. Beim wirklichen „Treffen“, d.h. dem sich kennen und gar Zusammenarbeiten sieht BVMW- Kreisgeschäftsführer Alois Fleig noch einige Wegstrecken und Distanzen zwischen Forschung und Mittelstand und zwischen Groß und klein zu überwinden. Dabei hört für ihn die Technologieregion nicht an der Gemarkungsgrenze von Bühl auf; zur TechnologieRegion am Oberrhein gehört die Ortenau als produzierendes Herz ebenso dazu wie Verbindungen in das benachbarte Elsaß!

Das enorme Know-how- Potential für den Mittelstand verfügbar machen, Produktion und Dienstleistung sowie Branchen und Regionen miteinander verknüpfen, Unternehmen und Institutionen zu verzahnen, sieht er als eine der Hauptaufgaben für den BVMW und für sich ganz persönlich. So steht auch das Programm 2010 unter dem Motto: „Mit und bei starken Partnern“ und im Zeichen dieser Aufgabe. 

Jahresauftakt BVMW Technologieregion

Die Grenze ist dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet – 

unter dieses Motto stellte Extremläufer Norman Bücher seinen Vor- 

trag beim Jahresauftakt der im Raum Karlsruhe/Rastatt/Baden-Baden 

ansässigen Regionalgruppe des Bundesverbands Mittelständische 

Wirtschaft (BVMW). Bücher gab Einblicke in seine Motivationstech-fen Geßner, (Ekonomo, 

Bruchsal).weiter

 

DIALOG- Mittel .stand. Punkt : Frank Straub . Blanco

A.F: mifoba:
Herr Straub Wer die Region und den Mittelstand auch nur ein wenig kennt, weiß, dass  Wirtschaftsethik nicht erst seit heute für Sie ein Thema ist. Kann man es auch so sehen, dass dies aber in der Vergangenheit von vielen als eine mild belächelte Sache von „Gutmenschen“ angesehen wurde. Dass aber nach der eklatanten Missachtung  in der Finanzkrise dieses Thema gegenwärtig eine unerwartete Aktualität, zumindest verbal und in den PR Abteilungen und Medien gewonnen hat. Wie sehen sie dies? Hat die sogenannte Krise somit auch eine positive Nebenwirkung bewirkt?

F.S.
Ja ich glaube das kann man so sehen, dass neben dem Begriff der Wirtschaftsethik eine ganze Reihe von Tugenden wie unter anderem auch der „ehrbare Kaufmann“ in Vergessenheit geraten bzw. mild belächelt wurden. Ein deutlicher Indikator dafür, dass aber das Thema Werte wieder an Bedeutung gewonnen hat, kann ich auch daran festmachen, wie viel häufiger ich dazu in den letzten Monaten als Referent angefragt werde. Wenn dahinter sich nachhaltiges Interesse und ernsthafte Bereitschaft zu Veränderungen stabilisiert, dann hätte die Krise wirklich eine positive Nebenwirkung.

A.F.
Was war rückblickend auf Ihre aktive 39-jährige Unternehmerzeit, das Moment, die Antriebsfeder sich diesem Thema zuzuwenden? Gab es eine besondere Erfahrung, eine Art Schlüsselerlebnis, oder gehört diese Grundeinstellung zu den Dingen, die ein Familienunternehmer übernimmt? Ist Werteorientiertes Management, eine Merkmal, eine „Spezialität“ der Familienunternehmen im Unterschied zu „quartalstickenden“ Dax-Unternehmen?

FS:
Wesentlich und grundlegend für meine Ausrichtung war in frühester Jugend  die starke Prägung durch meinen Großvater und Firmengründer Heinrich Blanc. Als ältester Enkel nahm er mich schon mit 10 Jahren mit in seinen Betrieb, wo ich vieles davon mitbekam, wie ein Betrieb funktionierte. Vor Allem aber beeindruckte und prägte mich die Art wie er mit Mitarbeitern umging; dass er praktisch nicht nur alle Mitarbeiter mit Namen kannte sondern auch die Familien und Familienschicksale dahinter kannte und auch bei Notsituationen helfend zur Stelle war.
Von einer Art Schlüsselerlebnis ist das zweite Moment, mein erste Teilnahme am jährlichen Treffen des Caux Roundtable 1994 im schweizerischen Luftkurort Caux, das oberhalb des Genfer Sees liegt. Dort war ich sehr stark beeindruckt von den Unternehmerpersönlichkeiten, Managern von Unternehmen mit Weltgeltung wie, die höchsten wirtschaftlichen Erfolg mit hohen Ansprüchen an die Werteorientierung in ihrer Person vereinigten.
Werteorientierung als Spezialität von Familienunternehmen würde ich nicht unbedingt sagen, da es gute Beispiele aber auch Gegenbeispiele gibt; ein Merkmal familiengeführter Unternehmen jedoch ist die generationsübergreifende Kontinuität in der Unternehmenskultur!

A.F.
In einer Ihrer Vorträge bezeichnen Sie „Werteorientiertes Management als Erfolgsfaktor für mittelständische Unternehmen“, Ethik als Wettbewerbsvorteil? Wie darf man sich das vorstellen, gibt es greifbare Beispiele dafür, dass der „Anständige“ doch nicht der „Dumme“ ist, der im Geschäftsleben das Nachsehen hat im Wettbewerb mit den „Gerissenen“?

F.S.
Dass Ethik und Erfolg sich nicht ausschließen sondern sich wechselseitig bewirken, ist nicht nur meine feste Überzeugung; ich kann das auch belegen. Schauen sie her. Wenn Sie hier über zwei Jahrzehnte die Ergebnisse aufgetragen sehen und bedenken, dass in den letzten 10 Jahren diese sich viel positiver darstellen, obwohl die Zeiten schwieriger waren, dann ist das ein deutlicher Hinweis. Den Zusammenhang sehe ich darin, dass werteorientiertes Management über ein gutes Betriebsklima zusätzliche Motivation generiert, und dies damit Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter freisetzt. Gleichzeitig wird dadurch das Unternehmen attraktiver als Arbeitgeber und bekommt so die besseren Mitarbeiter. Wichtigste Voraussetzung für die „Erfolgskette“ ist, Werteorientierung nicht nur in Leitsätzen niederlegen ( „ablegen“ ) sondern tagtäglich vorleben! Ein Beleg dafür, dass Erfolg und Ethik kein Widerspruch sind sondern sich gegenseitig bedingen ist für mich das Unternehmen Siemens, die nach einer beispiellosen Reinigungsprozedur nun das beste Ergebnis aller Zeiten eingefahren hat!

A.F. 
Sie widmen sich nach dem Rückzug aus dem operativen Tagesgeschäft nun verstärkt der Thematik, vielleicht besser dem Anliegen u.a. mit Ihrer  Tätigkeit als Vorstand des Caux Round Table Deutschland e.V. Wie sehen Sie die Zukunft, wird es eine anhaltende, wertschöpfende Werteorientierung in der Wirtschaft geben?

F.S.
Für meine Zuversicht in eine positive Entwicklung sehe ich gute Gründe. Zum Einen in der aktuell wahrzunehmenden Wertschätzung, die die Werteorientierung gegenwärtig erfährt, zum anderen aber auch dass die „nachwachsende“ Unternehmer- und Manager-Generation schon an den Hochschulen und Universitäten dafür sensibilisiert wird. Oder können Sie sich erinnern in der Zeit, in der wir studiert haben, Begriffe wie Werte, Nachhaltigkeit in einer Vorlesung gehört zu haben! Hinzu kommt für mich, dass ich im CRT, im Gespräch mit erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten immer wieder Bestätigung finde und ein Wachsen der Überzeugung beobachte. Dies ist für mich Antrieb, mich dort weiter zu engagieren und diese Werte orientierte Unternehmensphilosophie voranzutreiben!

A.F.
Herr Straub, ich bedanke mich herzlich für diesen wertvollen Dialog! Wie besprochen, möchte ich gerne  diesen Dialog mit Ihnen auch fortsetzen. Ihrem Unternehmen, wie auch Ihrem Engagement für die Zukunft Alles Gute; gerne stellen wir auf dieser Plattform zu gegebener Zeit auch den CRT einmal eingehender vor!

Einblicke in die Mikro-Nanowelt; Mittelstands-Forum-Baden zu Besuch im KIT-Institut Mikrostrukturtechnik.

Ettlingen, Leopoldshafen - Hochzufrieden mit dem jüngsten Werkstattbesuch Forschung beim KIT (Institut für Mikrostrukturtechnik)  waren nicht nur Gastgeber Institutsleiter Prof. Volker Saile und Veranstalter Dipl.-Ing. Alois Fleig,  sondern vor allem die 25 Gäste. Bewusst nicht in einem Hörsaal, sondern im zentralen Arbeitsbereich, mitten unter Hightech–Anlagen, mit denen nicht nur Forschungsergebnisse erzielt werden, sondern auch industriell produziert wird, begrüßte Prof. Saile die BVMW-Unternehmer .

Diese erlebten in einem lebendigen Abriss die Anfänge des damaligen Kern–Forschungs-Zentrums  ebenso wie die Wandlung zum FZK und bis hin zur Vereinigung von Uni und FZK im KIT. Nicht minder spannend und buchstäblich zum Anfassen der Einblick in die faszinierende Welt der Mikro- und Nano-Strukturen beim ausgiebigen Institutsrundgang.

Wichtig dabei immer die doppelte Aufgabenstellung von Grundlagenforschung einerseits und industrie-orientierten Anwendungsentwicklungen. Gerade diese Doppelfunktion mache den Charme des Instituts aus, das übrigens auch federführend in einem bedeutenden EU-Forschungsprojekt eingebunden ist. 

Als ob diese geballte Information nicht schon genug, wurde der Institutsrundgang noch „getoppt“ mit der Vorstellung von zwei Jungunternehmen, die beide aus diesem Forschungsbereich hervorgegangen sind. Dr. Joachim Schulz präsentierte die noch junge, aber schon erfolgreiche µicroworks, die mit dem LIGA-Verfahren hochpräzise Mikroteile, u.a. Zahnräder in Edelmetall für „makroteure“ Uhrwerke, in Mikrometerpräzision herstellt.

Zur  Nanoscribe GmbH, gegründet von Dr. Martin Hermatschweiler, führte noch ein Ausflug auf dem Campus, und bot gleich noch zusätzlich einen Einblick in das jüngste KIT–Baby, den Inkubator, in dem  keine „Frühchen“ sondern höchst aus-gereifte, sogenannte „spinn-off-companies“ sich zur Marktreife entwickeln. Auch hier faszinierende Technik vom Feinsten, Paradestück :eine  Nachbildung des Eiffelturms mit gerade mal  20 Mikrometern Bauhöhe.

O-Ton eines Teilnehmers: „Mit dieser dreistündigen Megaexkursion haben Sie sich wieder einmal übertroffen, und gleichzeitig geschafft die Kilometerdistanz zwischen Forschung  und Mittelstand auf Mikrometer zu reduzieren.“ fl

Blick hinter die Kulissen regionaler Forschungsstätten: Zu Besuch im neuen ZKM-Studio: Expanded 3 Digital-CinemaLab

Hohe Informationsdichte beim faszinierenden Besuch des ZKM in Karlsruhe

Karlsruhe -  Dem Mittelstand den Zugang zur exzellenten Forschung zu schaffen , ist eines der Hauptanliegen von Alois Fleig, Leiter der Geschäftsstelle Technologie-region Karlsruhe. An erster Stelle dabei steht die Information, zu wissen was hinter den Mauern der Institute überhaupt, geforscht wird und zugleich auch zu erfahren, wo es Ansatzpunkte für Unternehmen gibt. Der Besuch in ZKM war Auftakt einer neuen BVMW-Reihe, unter dem Arbeitstitel „Werkstattbesuch Forschung“ bei der ein Blick hinter die Kulissen neuester Forschungen geworfen werden und wie der fruchtbare Dialog zwischen Wissenschaft und Forschung befördert werden kann. Dazu hatte Fleig Institutsleiter Ludger Pfanz für eine Exklusivführung gewonnen; Bei diesem Besuch abseits des üblichen Führungsprogramms brachte Pfanz die Unternehmer zum Staunen, wie nicht nur bei der Kunst-Gestaltung und -Vermittlung neue Wege beschritten werden, sondern sich auch die einzelnen Abteilungen eigenverantwortlich um Finanzierungen und Projektdurchführung kümmern müssen. Pfanz: „Wir wagen nicht nur völlig Neues, sondern lehren gleichzeitig die Lizenz zum Querdenken. Dabei sind wir uns bewusst, dass der Ausgang auch mal völlig offen ist. Nicht nur bei  der Kunst, sondern auch bei der Unternehmensführung ist das die einzige Methode, einen Vorsprung auf seine Mitbewerber herauszuarbeiten.“

Staunen konnten die Unternehmer als Steuerzahler nicht schlecht wie sie vernahmen, wie man es in Zeiten leerer Kassen schaffen kann, vom Land und EU Geldmittel locker machen kann!

Krönender Abschluss war der Besuch in der brandneuen „Black-Box“. Hier wird  zukünftig in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung im Bereich Film mit der Technik des „Expanded 3 Digital-CinemaLab“ gearbeitet, die auch für Unternehmen ungeahnte Möglichkeiten bietet. Im Rahmen der abschließenden Diskussionsrunde stellte Fleig auch BVMW-Mitglieder vor, mit  Markus Kambeck (Geschäftsführer des AV-Institut Heine) gleichzeitig den Kopf von MEKA , Medieninitiative Karlsruhe. Mit dieser Gruppe von mehr als 20 Medien – Unternehmen, vom Textbuchschreiber bis zum Filmproduzenten steht der BVMW in einer sehr fruchtbaren Kooperations-verbindung. Für den Juni steht der nächste Werkstattbesuch an; der Vorrat an Instituten ist in der Region mit der höchsten Forschungsdichte noch für Jahre, wie Fleig abschließend anmerkte! fl/ukö

Geballte Kompetenz für den Aufschwung

Eine runde Sache war das Mittelstandsforum mit Götz Machtolf, Margret Mergen, Rudolf Spitzmüller und Alois Fleig. Foto: Ulrich Köppen

BVMW beim Mittelstandsforum im Siemens-Industriepark mit Alois Fleig

Karlsruhe – Wunder dauern zwar auch beim BVMW etwas länger, doch wer jetzt das   Informationsangebot beim Mittelstandsforum nutzte, konnte verwundert erleben, wie kompetente Rezepte für den Aufschwung Erfolg versprechen.

 Zu der von KGF Alois Fleig organisierten Veranstaltung waren rund 70 Unternehmer gekommen. Margret Mergen, erste Bürgermeisterin in Karlsruhe, sagte der BVMW-Initiative weitere Unterstützung zu. Fleig setzte sich einleitend mit der Vergabepraxis der KfW auseinander: „Wenn wir es schaffen nicht nur das exzellente Forschungsumfeld in der Region zu nutzen, sondern auch die Ressourcen, die in den Unternehmen schlummern zu aktivieren, dann haben wir wirklich die Chancen, die Krise  erfolgreich  zu meistern.“  Extra aus Stuttgart angereist war Florian Rothfuß vom Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Er verdeutlichte, dass Unternehmen sich selbst als innovativ bezeichnen, aber es häufig gar nicht sind. Unablässig, so Rothfuß, sei eine ständige Selbstanalyse bezüglich der eigenen personellen Ressourcen und der technischen Realisierungsmöglichkeiten. Rothfuß: „Innovationen sollen kreativ sein, müssen aber präzise geplant werden.“

 Im Mittelpunkt standen die Ausführungen von Rudolf Spitzmüller, langjähriges BVMW-Mitglied und Vorstand der gleichnamigen Firma für technische Unternehmensberatung, die zu den führenden in Europa zählt. Spitzmüller: „Krisenzeiten überfordern nicht selten den Staat, der Wildwuchs von Programmen und Maßnahmen erschweren aber auch den Unternehmen den Überblick.“ Vielen Firmen fehlten für die Erfindung neuer oder die Entwicklung bestehender Produkte die Mittel, dabei könnten sie eine erstaunliche Bandbreite an Förderungen bekommen, vorausgesetzt das Konzept sei professionell vorbereitet und darüberhinaus marktfähig. Ein probates Mittel sei auch die Firmenkooperation. Spitzmüller: „Auch im Jahr 2009 werden durch die Länder, den Bund und die Europäische Union nicht rückzahlbare Zuschüsse und subventionierte Darlehen vergeben.“ Ergänzend präsentierten die  Mitgliedsunternehmen Techsolute und Lean-Institute als interne Dienstleister, wie Unternehmen voran zu bringen sind.

 Abschließend gab Götz Machtolf, Vorstand der Volksbank Karlsruhe, einen herzerfrischend offenen Einblick in die manchmal mangelhaften Kommunikationsstrukturen von Unternehmen zu Banken. Machtolf: „Ein Banker hat in der Regel von Technik wenig Ahnung und kennt auch nicht immer das Potenzial einzelner Firmen. Das beste Konzept ist es, seine zuständige Bank nicht nur im Bedarfsfall, sondern kontinuierlich über die unternehmerischen Vorgänge zu unterrichten. Dann ist eine viel bessere Vertrauensbasis für schnelle Entscheidungen im Sinne der Firma gegeben.“ fl/ukö

 

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