Blick hinter die Kulissen regionaler Forschungsstätten: Zu Besuch im neuen ZKM-Studio: Expanded 3 Digital-CinemaLab
Karlsruhe - Dem Mittelstand den Zugang zur exzellenten Forschung zu schaffen , ist eines der Hauptanliegen von Alois Fleig, Leiter der Geschäftsstelle Technologie-region Karlsruhe. An erster Stelle dabei steht die Information, zu wissen was hinter den Mauern der Institute überhaupt, geforscht wird und zugleich auch zu erfahren, wo es Ansatzpunkte für Unternehmen gibt. Der Besuch in ZKM war Auftakt einer neuen BVMW-Reihe, unter dem Arbeitstitel „Werkstattbesuch Forschung“ bei der ein Blick hinter die Kulissen neuester Forschungen geworfen werden und wie der fruchtbare Dialog zwischen Wissenschaft und Forschung befördert werden kann. Dazu hatte Fleig Institutsleiter Ludger Pfanz für eine Exklusivführung gewonnen; Bei diesem Besuch abseits des üblichen Führungsprogramms brachte Pfanz die Unternehmer zum Staunen, wie nicht nur bei der Kunst-Gestaltung und -Vermittlung neue Wege beschritten werden, sondern sich auch die einzelnen Abteilungen eigenverantwortlich um Finanzierungen und Projektdurchführung kümmern müssen. Pfanz: „Wir wagen nicht nur völlig Neues, sondern lehren gleichzeitig die Lizenz zum Querdenken. Dabei sind wir uns bewusst, dass der Ausgang auch mal völlig offen ist. Nicht nur bei der Kunst, sondern auch bei der Unternehmensführung ist das die einzige Methode, einen Vorsprung auf seine Mitbewerber herauszuarbeiten.“
Staunen konnten die Unternehmer als Steuerzahler nicht schlecht wie sie vernahmen, wie man es in Zeiten leerer Kassen schaffen kann, vom Land und EU Geldmittel locker machen kann!
Krönender Abschluss war der Besuch in der brandneuen „Black-Box“. Hier wird zukünftig in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung im Bereich Film mit der Technik des „Expanded 3 Digital-CinemaLab“ gearbeitet, die auch für Unternehmen ungeahnte Möglichkeiten bietet. Im Rahmen der abschließenden Diskussionsrunde stellte Fleig auch BVMW-Mitglieder vor, mit Markus Kambeck (Geschäftsführer des AV-Institut Heine) gleichzeitig den Kopf von MEKA , Medieninitiative Karlsruhe. Mit dieser Gruppe von mehr als 20 Medien – Unternehmen, vom Textbuchschreiber bis zum Filmproduzenten steht der BVMW in einer sehr fruchtbaren Kooperations-verbindung. Für den Juni steht der nächste Werkstattbesuch an; der Vorrat an Instituten ist in der Region mit der höchsten Forschungsdichte noch für Jahre, wie Fleig abschließend anmerkte! fl/ukö
Herzlich willkommen in der Technologie+MittelstandsRegion am Oberrhein
„hightech trifft Lebensart“ das offizielle Motto der TechnologieRegion trifft insofern zu, dass hier einerseits eine bundesweit einmalige Dichte an Forschungskapazität - mit dem KIT die größte Forschungsinstitution Deutschlands und andererseits Gastronomie- und Weinbaubetriebe der Spitzenklasse, Kulturstätten wie das Festspielhaus in engster Nachbarschaft anzutreffen sind.
Ebenso charakteristisch für die Region die räumliche Nähe eines Dutzends großer Weltmarktführer mit über Hundert sogenannter „hidden champions“ in der Mehrzahl ebenfalls Weltmarktführer in Nischenmärkten. Beim wirklichen „Treffen“, d.h. dem sich kennen und gar Zusammenarbeiten sieht BVMW- Kreisgeschäftsführer Alois Fleig noch einige Wegstrecken und Distanzen zwischen Forschung und Mittelstand und zwischen Groß und klein zu überwinden. Dabei hört für ihn die Technologieregion nicht an der Gemarkungsgrenze von Bühl auf; zur TechnologieRegion am Oberrhein gehört die Ortenau als produzierendes Herz ebenso dazu wie Verbindungen in das benachbarte Elsaß!
Das enorme Know-how- Potential für den Mittelstand verfügbar machen, Produktion und Dienstleistung sowie Branchen und Regionen miteinander verknüpfen, Unternehmen und Institutionen zu verzahnen, sieht er als eine der Hauptaufgaben für den BVMW und für sich ganz persönlich. So steht auch das Programm 2010 unter dem Motto: „Mit und bei starken Partnern“ und im Zeichen dieser Aufgabe.
19.- 20 Mai
Messe Karlsruhe MECHATRONIK-KARLSRUHE
Kongress-Messe der HS Karlsruhe (früher FH)
BVMW Aussteller und offizieller Partner
Juni
2. Werkstatt-Besuch- Forschung
Geballte Kompetenz für den Aufschwung
BVMW beim Mittelstandsforum im Siemens-Industriepark mit Alois Fleig
Karlsruhe – Wunder dauern zwar auch beim BVMW etwas länger, doch wer jetzt das Informationsangebot beim Mittelstandsforum nutzte, konnte verwundert erleben, wie kompetente Rezepte für den Aufschwung Erfolg versprechen.
Zu der von KGF Alois Fleig organisierten Veranstaltung waren rund 70 Unternehmer gekommen. Margret Mergen, erste Bürgermeisterin in Karlsruhe, sagte der BVMW-Initiative weitere Unterstützung zu. Fleig setzte sich einleitend mit der Vergabepraxis der KfW auseinander: „Wenn wir es schaffen nicht nur das exzellente Forschungsumfeld in der Region zu nutzen, sondern auch die Ressourcen, die in den Unternehmen schlummern zu aktivieren, dann haben wir wirklich die Chancen, die Krise erfolgreich zu meistern.“ Extra aus Stuttgart angereist war Florian Rothfuß vom Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Er verdeutlichte, dass Unternehmen sich selbst als innovativ bezeichnen, aber es häufig gar nicht sind. Unablässig, so Rothfuß, sei eine ständige Selbstanalyse bezüglich der eigenen personellen Ressourcen und der technischen Realisierungsmöglichkeiten. Rothfuß: „Innovationen sollen kreativ sein, müssen aber präzise geplant werden.“
Im Mittelpunkt standen die Ausführungen von Rudolf Spitzmüller, langjähriges BVMW-Mitglied und Vorstand der gleichnamigen Firma für technische Unternehmensberatung, die zu den führenden in Europa zählt. Spitzmüller: „Krisenzeiten überfordern nicht selten den Staat, der Wildwuchs von Programmen und Maßnahmen erschweren aber auch den Unternehmen den Überblick.“ Vielen Firmen fehlten für die Erfindung neuer oder die Entwicklung bestehender Produkte die Mittel, dabei könnten sie eine erstaunliche Bandbreite an Förderungen bekommen, vorausgesetzt das Konzept sei professionell vorbereitet und darüberhinaus marktfähig. Ein probates Mittel sei auch die Firmenkooperation. Spitzmüller: „Auch im Jahr 2009 werden durch die Länder, den Bund und die Europäische Union nicht rückzahlbare Zuschüsse und subventionierte Darlehen vergeben.“ Ergänzend präsentierten die Mitgliedsunternehmen Techsolute und Lean-Institute als interne Dienstleister, wie Unternehmen voran zu bringen sind.
Abschließend gab Götz Machtolf, Vorstand der Volksbank Karlsruhe, einen herzerfrischend offenen Einblick in die manchmal mangelhaften Kommunikationsstrukturen von Unternehmen zu Banken. Machtolf: „Ein Banker hat in der Regel von Technik wenig Ahnung und kennt auch nicht immer das Potenzial einzelner Firmen. Das beste Konzept ist es, seine zuständige Bank nicht nur im Bedarfsfall, sondern kontinuierlich über die unternehmerischen Vorgänge zu unterrichten. Dann ist eine viel bessere Vertrauensbasis für schnelle Entscheidungen im Sinne der Firma gegeben.“ fl/ukö
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